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Die jüdischen Wurzeln des Punk
By LemmY | 30. August 2008
Steven Lee Beeber
Die Heebie-Jeebies im CBGB’s
Aus dem Englischen von Doris Akrap
Erscheinungstermin: Oktober 2008
Punk ist jüdisch? »Die Heebie-Jeebies im CBGB’s« wagt einen völlig neuen Blick auf die Geschichte des amerikanischen Punk.
Der US-amerikanische Autor und Publizist Steven Lee Beeber untersucht erstmals die Entstehung der amerikanischen Punkbewegung mit Blick auf den jüdischen Background der wichtigsten Protagonisten wie Tommy und Joey Ramone, Lou Reed, Richard Hell oder Jonathan Richman. Sie alle gehörten der ersten Generation amerikanischer Juden an, die nach dem Zweiten Weltkrieg aufgewachsen ist. Punk wurde zu ihrer Form der Auseinandersetzung mit der jüdischen Geschichte des 20. Jahrhunderts. »Im New York Punk spiegelt sich die jüdische Geschichte von Unterdrückung und Unsicherheit, Flucht und Migration, gleichzeitig drinnen und draußen, gut und schlecht zu sein. Diese Musik drückt das Gefühl der Post-Holocaust-Generation aus, das Gefühl, immer am falschen Ort zu sein«, so Beeber in einem Interview.
Beeber hat für sein Buch über 125 Protagonisten des jüdischen Punk interviewt. Er zeichnet eine Geschichte des amerikanischen Punk von seinen Vorläufern wie den Fugs und Velvet Underground über die Ramones bis hin zu Richard Hell. Daneben bietet er Einblicke in die Avantgarde-Szene um John Zorns Label Tzadik, die jüdische Comicszene New Yorks und die aktuelle jüdische Punkszene.
»Eine einzigartige, völlig neue Perspektive auf die Geschichte des Punk.« – Tommy Ramone
»Dieses Buch steht in seinem Ansatz, die frühen New Yorker Punks an ihren Glauben rückzubinden, völlig einmalig da. In sehr persönlichen Beschreibungen der frühen Protagonisten der Szene – von Lenny Bruce zu Lenny Kaye, Blondie, Suicide und noch vielen mehr – wird der oftmals verdunkelte kulturelle Background deutlich, der ihre Musik mitbestimmte. Wer wusste das schon?« – Lee Ranaldo (Sonic Youth)
Inhaltsverzeichnis
Die Jüdischen Punks, die Kabbalisten des Rocks
Vorwort von Peter Waldmann
Einleitung
- Die Protokolle der Weisen des Punk
Lenny Bruce: Der Schutzheilige des jüdischen New York - Der Zeyde des Punk
Lou Reed: Der Pate des (jüdischen) Punk - Die Protokolle der Weisen des Punk
Lenny Bruce: Der Schutzheilige des jüdischen New York - Der Zeyde des Punk
Lou Reed: Der Pate des (jüdischen) Punk - Ein netter jüdischer Junge – Danny Fields schafft den Schamanen, den Außenseiter und Punk
- Suicide is painful
Martin Rev und Alan Vega bringen die jüdische Straße auf die Bühne - I’m straight
Jonathan Richman: Der coole Nerd - The Ten Nuggets
Lenny Kaye und die Compilation der »Zehn Gebote des Punk« - Der Fiedler in der Bowery
Hilly Kristal eröffnet das CBGB OMFUG - Judios und koffeinfreie Italiener
Ironie, Blasphemie und die jüdische Masche - Eine jüdisch-amerikanische Band
Die hebräischen Grundlagen der Ramones - Der Übermensch!!!
Comicbücher, Golems und Super-Juden taufen PUNK - Eine jüdische Hölle
Richard Meyers erschafft den schlimmsten Alptraum einer jüdischen Mutter - Die Schicksengöttin
Chris Stein erschafft die erste Punkprinzessin - Hotsy-Totsy Nazi Shatzes
Nazi-Symbole und die Endlösung der Endlösung - Die neuen JAPS (Jewish American Punks)
Jüdisch-amerikanische Frauen und die Geburt des Female Punk - Write Yiddish, Cast British
Wie England den jüdischen Punk stahl - Die Post-Punk-Geschichte
Wie die Radical-Jewish-Culture-Bewegung den NY-Punk weiter Downtown brachte
One of us
Epilog
My Brain is Hanging Upside Down
Nachwort zur deutschen Ausgabe
Glossar
Quellen
Register
Text und Verlag: Ventil Verlag
Bezug: Amazon
- TV-Tip: PHILIPPE MERCADE: ein französischer Punk im New York der 1970er Wer glaubt, über Punk und Rock sei schon alles geschrieben, der irrt! 1972, kurz nach seinem 17. Geburtstag, landete Philippe...
- TV-Tip: House of the Rising Punk (Wiederholung) Als sich 1974 die CBGB’s -Szene gründete, war der Vietnamkrieg verloren, Watergate aufgedeckt und New York City bankrott. Das Erbe...
- John Robb – Punk Rock Ein Bericht über das Buch “Punk Rock – Die ganze Geschichte” von John Robb (welches ich gerade lese) und eine...
- Interview mit John Holmstrom (PUNK Magazine) Ein Interview über das PUNK-Magazine mit dem Herausgeber John Holmstrom. Von 1976 bis 1979 wurden 17 Ausgaben von diesem Fanzine...
- ZDF Doku-Reihe: Für immer Punk Vier Filme über Musik und Rebellion 1977, vor 30 Jahren, fand die Explosion des Punk statt. Zum Anlass dieses Jubiläums...
Kategorien: Buch | | 3 Comments »

August 30th, 2008 at 14:53
Auf das Buch bin ich wirklich gespannt. Es klingt sehr interessant.
Grüße Dee Dee
September 25th, 2008 at 16:06
Bereits letztes Jahr gab es in der Wochenzeitung Jungle World ein Interview mit dem Autor des Buches:
“Kein Holocaust – kein Punk
Im New Yorker Punk wird auch der Umgang mit der Shoah verhandelt. steven lee beeber hat ein Buch über die jüdischen Ursprünge der Bewegung geschrieben
…
Frage: Ihre These lautet »Kein Holocaust – kein Punk«. Welche Rolle spielt die Shoah für die Entstehung des Punk in New York?
Antwort: Seit den sechziger Jahren war der Holocaust ein großes Thema. Es gab den Eichmann-Prozess und Hanna Arendts Buch darüber, Israels Sieg im Sechstage-Krieg, die jüdisch-amerikanischen Schriftsteller wurden populär, der Holocaust wurde zum Unterrichtsfach und später auch zur Fernsehserie. Die Generation dieser Zeit, in der auch der Punk entstand, war sich vollständig bewusst darüber, was der Holocaust war.
Lou Reed singt in »Heroine« von »all the dead bodies piled up in mounds« und in »The Black Angels Death Song« von »sacrificial remains make it hard to forget where you come from«. Jonathan Richman produziert mit den Modern Lovers ein unveröffentlichtes Demotape mit dem Titel »The Trains don’t stop in Scarsdale and New Rochelle anymore«, beides jüdische Bezirke in New York.”
…
Das ganze Interview gibt es hier zu lesen:
http://jungle-world.com/artikel/2007/11/19278.html
Oktober 1st, 2008 at 23:34
Ein weiteres interessantes Interview mit Steven Lee Beeber:
http://www.br-online.de/bayern2/zuendfunk/zuendfunk-kultur-thema-steven-lee-beeber-ID1222787375907.xml